Andreas Hildebrandt

Andreas Hildebrandt ist Maler. Von seinen komplexen Großformaten entstehen etwa 3 Werke im Jahr. Hinzu kommen wenige kleinere Formate.
Andreas Hildebrandt ist aber auch Grafiker. Am Anfang war es vor allem Platzmangel, der den Linolschnitt so attraktiv machte. Betrachtet man sich das Ausmaß der Arbeiten, die aktuell im Entstehen sind, scheinen mittlerweile aber andere Eigenschaften der Technik für den Künstler relevant geworden zu sein.

Im Atelier von Andreas Hildebrandt
Zu Gast bei Andreas Hildebrandt im Atelier.

Seine Linolschnitte haben sich von den Fundstücken, die ähnlich seinen Fotoskizzen als Inspiration für die Malerei gedacht waren, in den letzten sieben Jahren zu eigenständigen Werken entwickelt. Wie in der Malerei zeigt sich auch hier seine Faszination für Texturen, Raster und Strukturen. Einzelne Druckstöcke werden zu Stempeln. In der Kombination, nebeneinander oder sich überlagernd, mit immer wechselnden Winkeln zueinander, entstehen Kleinstauflagen und Unikate. Sie sind autonom und gleichzeitig potentielles Versatzstück – gerahmt an der Wand oder akkurat gebunden und in Büchern archiviert.

Linolschnitte, Druckstöcke
Die Druckstöcke warten im Regal auf ihren nächsten Einsatz, während die ersten "Prototypen" daneben an der Wand hängen.

Dabei finden seine Linolschnitte spielerisch ihren Weg aufs Papier. An der Grafik schätzt Andreas Hildebrandt dabei das Experiment, den lockeren Umgang mit der Technik, aber auch die Grenzen in der Feinheit, die eine ganz eigene Umsetzung verlangen. Probleme lassen sich schneller lösen, im Arbeiten selbst kristallisiert sich heraus ob das Ergebnis brauchbar ist, ob es weitergespielt werden sollte. Der schnelle Zugriff bietet die Möglichkeit, Varianten sichtbar zu machen. Eine Wirkung, beispielsweise die Farbigkeit, lässt sich schneller ausloten. Der Charakter des Stempels bringt eine einzigartige Verfügbarkeit, die Handlungsfähigkeit ist eine ganz andere als in seiner Malerei. Spannend sind im Gegenzug aber auch die Grenzen – was einmal auf dem Blatt ist, ist drauf. Den Weg zurück wie in der Malerei gibt es nicht.

Der Blick ins Atelier von Andreas Hildebrandt
Im Atelier – Druckgrafik und Malerei sind nebeneinander präsent.

Je nachdem, woran Andreas Hildebrandt gerade arbeitet, gibt es mal mehr Malerei und mal mehr Druckgrafik im Atelier zu sehen, aber immer macht sich der leise Dialog zwischen den Werken bemerkbar. Egal ob Maler oder Grafiker, für Andreas Hildebrandt ist wichtig, „verschiedene Inseln zu haben, nichts läuft geradlinig auf ein Ultimatum zu, das eine bedingt das andere“.

Andreas Hildebrandt

lebt und arbeitet in Potsdam

Andraes Hildebrand Porträt
Andraes Hildebrandt

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